Maschinen und Anlagen bestehen aus verschiedenen Bauteilen und Baugruppen. Sie müssen vergleichbar gemacht werden, um die jeweils geeigneten auszuwählen. Es folgt eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Vergleichsmerkmale selbsttätiger Regelventile.

1. Weniger Komponenten bedeuten kürzere Umbauzeiten

Selbsttätige Regelventile werden durch das Medium betätigt. Sie benötigen weder einen externen Stromanschluss noch einen Antrieb ("Motor"). Das spart Bauteile in der Maschine bzw. Anlage.

Je weniger Bauteile in einem Regelventil vorhanden sind, desto einfacher und schneller ist es zu warten. Das reduziert die Wartungskosten und die Zeit, die zur Einarbeitung des Personals benötigt wird.

Durch den Austausch von Komponenten kann das Regelverhalten des Ventils problemlos verändert werden. Der  Druckbereich kann durch einfachen Austausch der Feder (z.B. von hart auf weich) und Anpassung der Steuerfläche geändert werden. Das macht den Prozess flexibler.

2. Geringer Montageaufwand durch schnellen Einbau

Ventile sind ohne Stellantrieb leichter und benötigen häufig weniger Platz für die Montage in der Maschine oder Anlage. Geringeres Gewicht und Volumen erleichtern dem Monteur die Handhabung.

Der Stellantrieb für Ventile mit Hilfsenergie muss oben auf dem Ventil angebracht werden. Selbsttätige Regelventile sind daher flexibler im Hinblick auf ihre Einbaulage. Dadurch wird nicht nur der Einbau einfacher, sondern auch die Planung der gesamten Maschine oder Anlage.

3. Hohe Rentabilität durch weniger technisches Personal

Ein Ventil, das keine Stromversorgung benötigt, kann ohne Elektriker installiert werden. Das spart Kosten für Personal und Abnahme.

Selbsttätige Industriearmaturen müssen während ihrer Betriebszeit nicht durch qualifiziertes Personal gesteuert, sondern nur bei der Installation eingestellt werden. Das Medium übernimmt die Steuerung des Ventils und reduziert so den Koordinationsaufwand.

4. Reduzierte Fehlerwahrscheinlichkeit sichert kontinuierliche Produktqualität

Diese Regelventile funktionieren nach rein physikalischen Gesetzen. Sobald das Ventil voreingestellt ist, arbeitet es ausschließlich auf der Grundlage dieser veränderbaren Einstellungen.

Da die Naturgesetze nicht beeinflussbar sind, arbeitet das selbsttätige Regelventil auch bei einem Stromausfall weiter.

Kontinuierliche Prozesse sorgen für eine durchgängige Produktqualität. Dies ist besonders wichtig für die Lebensmittelindustrie. Ein solcher Prozess lässt keine Kontamination mit Keimen zu. Entsprechend können die Hygienestandards eingehalten werden.

5. Eine energieunabhängige Industriearmatur schafft Sicherheit für die Umwelt

Solange Medium fließt, arbeitet das Ventil!

Anlagen in der Lebensmittelindustrie werden häufig mit Dampf bzw. sauren oder basischen Lösungen gereinigt (CIP). Solche Medien können umweltschädlich sein. Dank ihrer Haube tritt aus selbsttätigen Industriearmaturen auch dann keine Flüssigkeit aus, wenn z.B. Risse in der Membrane auftreten sollten. Darüber hinaus können gefährliche Medien über eine Leckageleitung abgeleitet werden.

Eine Haube schützt die Feder zusätzlich vor äußeren Einflüssen und den Anlagenbediener vor versehentlichem Kontakt mit der Feder.

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