• Eine Fallstudie zu Tankbegasungsventilen

104 Tankbegasungsventile für die erste, mit privaten Geldern finanzierte Raffinerie auf der chinesischen Inselgruppe Zhoushan nahe der Stadt Ningbo in der Provinz Zhejiang

Die Bestellung erreichte Ende 2018 den deutschen Armaturenhersteller Mankenberg GmbH. Die erste Ausbaustufe dieser neuen Erdölraffinerie umfasst 104 zum Teil riesige Kraftstofftanks, die alle mit Stickstoff überlagert werden müssen. Das war ein außergewöhnliches Projekt für das deutsche Unternehmen. Die Raffinerie wurde auf einer aufgeschütteten Inselgruppe ca. 300 km in Luftlinie südöstlich von Shanghai errichtet. Dafür wurden 42 Hektar künstliches Land angelegt. Der Betreiber des Raffineriekomplexes ist das Unternehmen Zhejiang Petroleum and Chemical Co. (ZPC).

Es dauerte kein halbes Jahr, bis alle 104 Tankbegasungsventile geliefert worden waren. Ein Großteil der Applikationen wurde mit einem pilotgesteuerten Millibarregelventil (Mankenberg RP 840) bedient. Das Druckminderventil besteht aus einem Hauptventil für große Durchsätze, kombiniert mit einem Millibarregelventilventil als Pilot. Beide Ventile sind aus tiefgezogenem Edelstahl hergestellt, um besonders korrosionsbeständig zu sein. Dies war nur eine der Anforderungen der ZPC, eine weitere ist beispielsweise der weichdichtende, entlastete Ventilkegel, der eine hohe Ventildichtheit gewährleistet.

Der RP 840 war die beste Lösung für die Gegebenheiten der künstlichen Inselgruppe. Er ist korrosionsbeständig und hat ein geringes Eigengewicht durch die Verwendung tiefgezogener Edelstahlkomponenten anstelle schwerer Gußkörper, was die Installation auf den Tanks erleichtert. Weitere Besonderheiten sind seine hohe Regelgenauigkeit und die konstante Regelung im Millibarbereich (meist nur 0,002 – 0,004 bar) sowie die beständigen Ventilelastomere.

Für die 12 kleineren Tanks auf der Insel wurde je ein Druckminderer DM 762 geliefert. Dieser regelt ebenfalls kleinste Hinterdrücke bei kleinen bis mittleren Durchsätzen. Auch dieses Ventil wird aus tiefgezogenen Materialien gefertigt und ist ein Leichtgewicht.

Die Story geht weiter

Mit diesem Auftrag aus China stellte sich Mankenberg die Frage, ob es auch einen anderen Weg gibt, die unterschiedlichen Applikationen im Tankbegasungssegment bedienen zu können. Die hausinterne Entwicklungsabteilung wurde in diese Fallstudie involviert. Zwei Jahre später dann, Ende 2020: Heureka! Die Mankenberg-Ingenieure und das Produktmanagement fanden diesen anderen Weg. In der Entwicklungsphase sprach man über neue Ventilbaureihen, studierte den Tankbegasungsmarkt, schrieb Lasten- und Pflichtenhefte und überlegte in alle Richtungen. Doch die Lösung lag in der Umkonstruktion des existierenden Mankenberg DM 586. Das Ventil wurde technisch derart angepasst, dass es 2018 sogar ohne Pilotventil einige Applikationen des RP 840 hätte mitbedienen können.

Das Ende der Tankblanketing-Geschichte

Das Ergebnis dieser internen R&D-Kosten und -Mühen: Hätte es die heutigen technischen und konstruktiven Optimierungen des Mankenberg Tankbegasungsventils DM 586 im Jahre 2018 bereits gegeben, wären ca. 40% weniger Anschaffungskosten auf Kundenseite angefallen. Kosteneinsparungen, die den heutigen Tankanlagenbetreibern großen Nutzen bringen. So funktioniert Industrie! Und wer weiß, von welchem Großauftrag künftige Tankanlagen profitieren? Die Mankenberg GmbH jedenfalls wird nie aufhören, sich und ihr Portfolio zu optimieren.

„Wir existieren seit 1885, und Fortschritt war schon immer ein Leitgedanke der Mankenberg GmbH.“

    Axel Weidner ‑  geschäftsführender Gesellschafter und Ururenkel des Firmengründers. 

Übrigens: Die Mankenberg GmbH ist mit ihren Tankschutz-Ventillösungen bei vielen weiteren, spannenden Projekten beteiligt, unter anderem für BASF, Oiltanking, Bayer Pharma, GlaxoSmithKline, Ratiopharm, Unilever u.v.m. 

Fragen Sie einfach die Ventilexperten bei Mankenberg GmbH, wenn Sie mehr über diese Tankschutzsysteme erfahren möchten.

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